Der Chef der US Space Force, General Chance Saltzman, warnte kürzlich vor einer Kongresskommission vor Chinas sich schnell entwickelnden Raumfahrtprogramm. Er betonte, dass dies eine erhebliche Herausforderung für die amerikanische Dominanz im Orbit darstellt, warnte aber davor, dies als einfaches „Wettrennen im Weltraum“ zu betrachten. Saltzman beschrieb Pekings Weltraumambitionen als „starke destabilisierende Kraft“ in dem zunehmend umkämpften Weltraumsektor.
Die der US-China Economic and Security Review Commission vorgelegten Aussagen zeigten, dass Chinas Kapazitäten im Orbit nach den Vereinigten Staaten an zweiter Stelle stehen. Saltzman erklärte: „Wir machen jeden Tag Fortschritte in unserer Bereitschaft. Ich bin immer noch ziemlich zufrieden mit der US Space Force.“ Er bemerkte, dass direkte Vergleiche aufgrund unterschiedlicher strategischer Schwerpunkte irreführend sein können: China konzentriert sich hauptsächlich auf den westlichen Pazifik, während die USA eine globale Präsenz aufrechterhalten.
Ein Hauptanliegen ist Chinas wachsendes Arsenal an Weltraum-Gegenwaffen, darunter bodengestützte Anti-Satelliten-Raketen, Lasersysteme und elektronische Kampffähigkeiten. Saltzman hob chinesische experimentelle Satelliten hervor, die in der Lage sind, andere Satelliten zu manipulieren – eine Technologie, die potenziell von der zivilen „Inspektion und Reparatur“ auf militärische Anwendungen umgestellt werden kann.
Saltzman ging auf Bedenken hinsichtlich einer zu restriktiven Weltraumpolitik ein und stellte klar, dass Weltraumfragen „nicht auf ein Niveau gestiegen sind, auf dem wir unsere Politik anpassen müssen“, schlug aber mehrere Verbesserungsbereiche vor. Dazu gehört die Senkung der Geheimhaltungsstufen, um den Informationsaustausch mit der Privatwirtschaft zu verbessern, und die Straffung der Genehmigungsverfahren für Tests und Taktikvalidierung im Orbit. Er erklärte: „Wir müssen für Tests und Training sehr hohe Genehmigungsstufen erreichen. Wir führen alle Schulungen in Simulationen durch, wir führen kein Live-Training durch, da die Richtlinien dies vorschreiben.“
Saltzman betonte jedoch, dass Ressourcenbeschränkungen, nicht die Politik, die größere Hürde darstellen. Er erklärte: „Das Budget ist das, was ich habe, das ist eine Form der Selbstbeschränkung. Wir haben mehr nicht finanzierte als finanzierte Projekte“, wobei er auf eine zuvor erwähnte „Schrumpfung“ der Space Force aufgrund von Budgetkürzungen verwies. Während grundlegende Programmkategorien abgedeckt sind, sind die Ressourcen dünn verteilt, was eine schnellere Entwicklung und eine erhöhte Kapazität behindert. Er nannte als Beispiel die Trainingssimulatoren der Space Force und bemerkte deren „ziemlich geringe Genauigkeit“ im Vergleich zu den erwarteten Bedrohungen.
David Cavossa, Präsident der Commercial Space Federation, sagte aus, dass die USA zwar weltweit führend seien, China aber „aggressiv sein Ziel verfolgt, bis 2050 weltweit führend im Weltraum zu werden“. Er wies auf Chinas Vorteile hin, darunter staatlich geförderte Finanzierungen und weniger regulatorische Beschränkungen, und hob Chinas Fortschritte bei der Raumstation Tiangong, der Mondforschung, der Marsforschung und dem schnellen Aufbau von Satellitenkonstellationen in der niedrigen Erdumlaufbahn hervor. Cavossa schloss mit den Worten: „Die amerikanische kommerzielle Raumfahrtindustrie verfügt über die Innovationen und das Talent, um die amerikanische Führung im Weltraum und die Technologieführerschaft zu erhalten. Wir brauchen nur eine willige Partnerschaft mit der Regierung, um unser volles Potenzial auszuschöpfen.“