MDA Space, ein kanadisches Unternehmen, gab am 1. April eine bedeutende Akquisition bekannt: den Kauf des israelischen Satelliten-Chip-Herstellers SatixFy für 269 Millionen US-Dollar. Dieser strategische Schritt zielt darauf ab, die Fertigungskapazitäten von MDAs Konstellation zu vertikal integrieren.

Mike Greenley, MDAs CEO, erklärte, dass SatixFy die Lieferkette des Unternehmens stärken wird, während es die Produktion auf zwei Satelliten pro Tag steigert. Diese Satelliten werden softwaredefinierte Nutzlasten aufweisen, die eine Umprogrammierung im Orbit ermöglichen. SatixFy, bereits ein wichtiger Lieferant für MDA, nachdem es 2023 seine in Großbritannien ansässigen Satelliten-Nutzlastsysteme und -Subsysteme verkauft hatte, wird die Entwicklung von Satelliten der nächsten Generation weiter unterstützen.

SatiFys erhebliche Investition von ungefähr 270 Millionen US-Dollar in Forschung und Entwicklung seit seiner Gründung im Jahr 2012, zusammen mit über 60 Patenten und einem Team von ungefähr 165 spezialisierten Technikern, ist ein bedeutender Vermögenswert. Ihre Technologie reicht über Satelliten hinaus und umfasst Anwendungen in Gateways, Multibeam-Digitalantennen, Benutzerterminals und Modems.

Der Deal beinhaltet einen Preis von 2,10 US-Dollar pro SatixFy-Aktie, was insgesamt ungefähr 193 Millionen US-Dollar entspricht – eine Prämie von 75 % auf den Schlusskurs vom 31. März. Diese Akquisition, die von den Vorständen beider Unternehmen genehmigt wurde, beinhaltet auch die Übernahme von SatiFys Schulden in Höhe von 76 Millionen US-Dollar, wodurch die Gesamtkosten auf ungefähr 269 Millionen US-Dollar steigen. Eine 45-tägige „Go-Shop“-Klausel ermöglicht es SatixFy, bis zum 16. Mai bessere Angebote zu prüfen. Die Transaktion bedarf behördlicher Genehmigungen, die voraussichtlich abgeschlossen sein werden, bevor die Akquisition im dritten Quartal 2025 abgeschlossen wird.

MDAs lange Geschichte umfasst die Lieferung von Komponenten für NGSO-Konstellationen und den Betrieb des Radarsat-Bildgebungs-Raumfahrzeugs. Der Wechsel zum Bau von NGSO-Satelliten als Generalunternehmer vor fünf Jahren spiegelt die wachsende globale Nachfrage wider. Im Jahr 2022 erhielt das Unternehmen seinen ersten Auftrag für die Aurora-Plattform von Telesat, das im nächsten Jahr fast 200 NGSO-Breitband-Satelliten einsetzen will. Darüber hinaus baut MDA über 50 auf Aurora basierende Satelliten für Globalstars von Apple unterstützte Konstellation.