Ein kürzlich veröffentlichter Bericht zeigt, dass 59% der Nutzer von Connected TVs ihr Fernseherlebnis mit Inhalten von Fernsehsendern beginnen. Diese Erkenntnis, die in der vierten jährlichen Studie von RTL AdAlliance, "The New Life of the Living Room", vorgestellt wird, unterstreicht die anhaltende Relevanz des linearen Fernsehens. Die Studie zeigt, dass lineares Fernsehen trotz des zunehmenden Wettbewerbs durch Streaming-Plattformen eine Hauptquelle für verschiedene Inhalte bleibt. Zuschauer bevorzugen lineares Fernsehen für Nachrichten (59%), Sport (44%) und Unterhaltung (44%), während Streaming-Dienste (SVOD) den Konsum von Filmen und Serien dominieren (63%).
Der Bericht, der 14 europäische Märkte sowie die Vereinigten Staaten umfasst, hebt die einfache Möglichkeit der Inhaltsfindung im linearen Fernsehen hervor. Bedeutende 40% der Zuschauer finden innerhalb einer Minute Inhalte. Die Konsumenten zeigen flexible Sehgewohnheiten, wobei 45% täglich lineares Fernsehen und 36% täglich SVOD nutzen. Die tägliche Nutzung von YouTube (30%) und BVOD (17%) ist ebenfalls deutlich gestiegen und um jeweils 6 Prozentpunkte angestiegen. Während US-Zuschauer digitale Inhalte stärker bevorzugen (49% tägliche SVOD-Nutzung), bevorzugen Europäer im Allgemeinen lineares Fernsehen, wobei spanische Zuschauer mit 61% täglicher Nutzung die höchste Loyalität zeigen.
Stéphane Coruble, CEO bei RTL AdAlliance, kommentierte: „Der Smart-TV bleibt die zentrale Drehscheibe für Fernseh- und Video-Unterhaltung, wobei die Zuschauer TV eher durch Gerät, Qualität und Long-Form-Inhalte als durch die Bereitstellungsmethode definieren. Nichtsdestotrotz wächst das Vertrauen in traditionelle Medien in ganz Europa, was den anhaltenden Wert von Fernsehsendungsinhalten, insbesondere als vertrauenswürdige Informationsquelle und für lokal produzierte Premium-Programme, verstärkt. Diese Mischung aus Vertrauen und Qualität setzt den Standard für die Auswahl optimaler Fernsehwerbeumgebungen in so vielen verschiedenen europäischen Märkten.“
Die Studie zeigt auch eine Verschiebung in der Definition von „Fernsehen“ durch die Zuschauer. Für 52% der Befragten zählt Long-Form-Content auf einem Fernsehbildschirm, unabhängig von der Plattform (auch YouTube), als „Fernsehen“. Dies steht im Gegensatz zu nur 36%, die ähnliche Inhalte auf Mobilgeräten oder Desktops als Fernsehprogramm betrachten. Interessanterweise betrachten nur 22% nutzergenerierte YouTube-Inhalte auf einem Fernseher als „Fernsehen“.
Der Bericht betont das wachsende Vertrauen in traditionelle Medien: Radio (67%), lineares Fernsehen (66%), Printmedien (64%) und BVOD (58%). Social-Media-Plattformen weisen deutlich geringere Vertrauenswerte auf, wobei TikTok mit 23% den niedrigsten Wert aufweist. Werbeanzeigen im linearen Fernsehen werden auch als weniger aufdringlich (55%) wahrgenommen als Anzeigen auf Video-Sharing-Plattformen (61%), und beachtliche 32% der Befragten bedauern es, Zeit auf YouTube verschwendet zu haben.