CBS News hat einen bedeutenden Führungswechsel für seine wichtigste Abendnachrichtensendung bekannt gegeben. Die langjährige Produzentin Kim Harvey wurde zur Executive Producerin der „CBS Evening News“ befördert und folgt damit auf Guy Campanile. Campanile kehrt zu seiner vorherigen Position bei „60 Minutes“ zurück. Sein Abschied, der wochenlang gemunkelt wurde, folgt auf eine Phase der Unsicherheit bei CBS News.

Berichten zufolge könnten auch Änderungen bei den Moderatoren bevorstehen, obwohl noch keine offiziellen Ankündigungen bezüglich John Dickerson oder Maurice DuBois gemacht wurden. Die genaue Richtung, die Harvey mit der Sendung einschlagen wird, ist noch unklar, obwohl interne Quellen vermuten, dass Campaniles Meinungsverschiedenheiten mit Tom Cibrowski, dem Leiter der Nachrichtenabteilung von CBS News, zu den Veränderungen beigetragen haben könnten.

Die Veränderungen erfolgen vor dem Hintergrund bedeutender Umwälzungen bei CBS News und seiner Muttergesellschaft. Die Übernahme von Paramount Global durch Skydance Media im August 2025 hat Unsicherheit geschaffen, mit weit verbreiteten Spekulationen über Entlassungen und Führungswechsel im gesamten Unternehmen. Die „CBS Evening News“ selbst war mit Herausforderungen konfrontiert, darunter eine schlecht aufgenommene Überarbeitung im Januar 2025, die sich auf ausführliche Reportagen verlagerte. Dieser Ansatz, beeinflusst von Campaniles Erfahrung bei „60 Minutes“, konnte die Einschaltquoten letztendlich nicht verbessern und ließ die Sendung konstant auf dem dritten Platz hinter ABC und NBC liegen.

Weitere Instabilität hat CBS News in den letzten Jahren beeinträchtigt, darunter der Weggang von Norah O’Donnell Anfang 2025 und die Verlegung der Sendung von Washington, D.C. zurück nach New York. Zusätzlich verließen sowohl die Präsidentin von CBS News, Adrienne Roark, als auch die Präsidentin von CBS News and Stations, Wendy McMahon, das Unternehmen innerhalb kurzer Zeit. Der Paramount-Skydance-Deal hat auch zu erheblichen Veränderungen innerhalb des C-Suites des Netzwerks geführt und den anhaltenden Druck auf die Nachrichtenabteilung verstärkt. Das Netzwerk steuert auch die Folgen einer 16 Millionen Dollar schweren Einigung in einem von Donald Trump eingereichten Rechtsstreit, der weithin als unbegründet kritisiert wurde.