Am 27. Februar startete China erfolgreich zwei SuperView Neo-1 Satelliten und erweiterte damit seine kommerzielle hochauflösende Fernerkundungskonstellation. Eine Long March 2C Rakete, die um 2:08 Uhr Eastern Time vom Jiuquan Satellitenstartzentrum abhob, brachte SuperView Neo-1 03 und 04 (auf Chinesisch: Siwei Gaojing-1 (03, 04)) in die Umlaufbahn. Die China Aerospace Science and Technology Corporation (CASC) bestätigte den erfolgreichen Start umgehend.
Betrieben von der China Siwei Surveying and Mapping Technology Co., Ltd., gehören diese Satelliten zum „China Siwei New Generation Commercial Remote Sensing Satellite System“, einem Netzwerk, das jetzt neun Satelliten umfasst und auf 28 erweitert werden soll. CASC hebt die „ultrahohe Auflösung, hohe Agilität, hohe Positionsgenauigkeit und die hochkapazitive, leistungsstarke Datenübertragung“ der Satelliten hervor und erklärt, dass deren Leistung internationalen Standards entspricht. Die Satelliten liefern entscheidende Daten für präzise Kartierungsdienste und verbessern Chinas agile Bildgebungskapazitäten.
Die SuperView Konstellation besteht derzeit aus vier Neo-1 optischen Satelliten, vier Neo-2 SAR Satelliten und einem Neo-3 Satelliten mit ultrabreiter Abdeckung. Die neu gestarteten Satelliten, entwickelt von der Shanghai Academy of Space Technology (SAST), befinden sich in nahezu polaren Umlaufbahnen in einer Höhe von ungefähr 500 Kilometern. Dieser Start ist Chinas neunter Orbitalstartversuch in diesem Jahr, nach dem Start des ChinaSat-10R und dem Debüt der Long March 8A Rakete.
Für die Zukunft sieht Chinas Raumfahrtplan 2025 die ambitionierte Tianwen-2 Mission zur Rückholung von Asteroidenproben vor. Das Land plant zahlreiche Starts, wobei kommerzielle Unternehmen insgesamt etwa 40 Starts anstreben. Darüber hinaus sind bemannte Shenzhou-20 und -21 Missionen zur Tiangong Raumstation geplant, zusammen mit dem Start des Tianzhou-9 Frachtraumschiffs. Das Jahr verspricht auch die Einführung neuer Raketen wie der Zhuque-3, Nebula-1 und Tianlong-3.