Das spanische Antriebssystem-Startup Pangea Aerospace hat einen erheblichen Schub erhalten und 23 Millionen Euro (25 Millionen US-Dollar) an Series-A-Finanzierung für die Entwicklung seiner fortschrittlichen Raketentriebwerke erhalten. Die Investitionsrunde wurde vom in Madrid ansässigen Hyperion Fund geleitet, einem Unternehmen, das sich auf die Bereiche Luft- und Raumfahrt, Cyber und Verteidigung spezialisiert hat.
Mehrere andere Firmen und hochkarätige Persönlichkeiten, darunter André-Hubert Roussel, ehemaliger CEO der ArianeGroup, beteiligten sich ebenfalls. Dieser Kapitalzufluss wird es Pangea mit Standorten in Barcelona und Toulouse ermöglichen, sein Wachstum auf dem europäischen Markt für Antriebssysteme deutlich zu beschleunigen und sowohl institutionelle als auch private Kunden anzusprechen.
Das Unternehmen plant, seine Fertigungs- und Testkapazitäten auszubauen. Pangea ist bekannt für seine Pionierarbeit an Aerospike-Triebwerken, einer Technologie, die für ihr Potenzial an Effizienz bekannt ist, aber historisch gesehen schwierig zu perfektionieren war. Ein Prototyp, der mit 3D-Drucktechnologien entwickelt wurde, wurde 2021 erfolgreich getestet.
Stand 18. März verfügt Pangea über acht aktive Verträge mit verschiedenen Unternehmen und Institutionen. Dazu gehören Kooperationen mit der Europäischen Weltraumorganisation (ESA) zur Erforschung von Hochleistungstriebwerksdesigns für zukünftige europäische wiederverwendbare Fahrzeuge und die Anwendung ihrer Triebwerkstechnologie auf wiederverwendbare Oberstufen. Obwohl keines dieser Designs bisher einen Weltraumflug absolviert hat, bleibt Pangea der Entwicklung von Antriebssystemen verpflichtet, ohne die Absicht, in die Produktion kompletter Startsysteme oder Raumfahrzeuge einzusteigen.
„Es folgt einem Geschäftsmodell ähnlich Rolls-Royce in der Luftfahrtindustrie, das bereits mit mehreren privaten Kunden validiert wurde“, betont Pangea und hebt eine Strategie hervor, die im Gegensatz zu den vorherrschenden Normen der Startindustrie steht. Die meisten Fahrzeugentwickler integrieren die Triebwerksproduktion, um eine optimale technische und finanzielle Effizienz zu erreichen. Ausnahmen gibt es jedoch, wie beispielsweise die United Launch Alliance, die Triebwerke von Blue Origin und L3Harris für ihre Vulcan Centaur-Rakete verwendet.
Diese Investition ist das erste Projekt des Hyperion Fund, nachdem kürzlich der Abschluss seines ersten Fonds mit 150 Millionen Euro bekannt gegeben wurde. Der Fonds ist darauf ausgerichtet, Unternehmen in den Bereichen Luft- und Raumfahrt, Verteidigung, Cybersicherheit und künstliche Intelligenz zu unterstützen. Hyperion bestätigte laufende Gespräche mit führenden Unternehmen in NATO-Staaten bezüglich weiterer Investitionen. „In diesem einzigartigen geostrategischen Moment unterstützen wir Gründer und Unternehmen, die unsere Vision teilen, die technologische Souveränität und Sicherheitsführerschaft der Verbündeten zu stärken“, erklärte Hyperion in einer Pressemitteilung.